Dojo-Laufen hat viel zu bieten

Am Tag der offenen Tür vom 29. April 2017 konnten sich die in grosser Zahl erschienen Zuschauer ein Bild von den diversen Kampfkünsten machen, die im Dojo-Laufen angeboten werden. Ab sofort werden Einführungskurse angeboten. Informationen zu Trainingszeiten etc. gibt es bei den jeweiligen Disziplinen.

Am Treppenaufgang zum Dojo (jap. für Trainingsraum) sind die roten Ballons vor dem strahlend blauen Himmel aufgereiht und empfangen die Gäste. Im Dojo selber fällt die helle und freundliche Atmosphäre auf, die sich den ganzen Tag auch auf die erschienenen Gäste überträgt. Es wurde viBesucher am Tag der offenen Türel vorbereitet und die Vorfreude der Beteiligten für diesen gut organisierten Tag ist spürbar. Den ganzen Tag herrscht reger Betrieb.

Nach einer Aufwärmrunde mit Qi Gong für alle starten die Vorführungen in Aikido, KungFu21, Kempo und Karate. All diese Kampfkünste haben gemeinsame Grundprinzipien und sind effektive Selbstverteidungskünste, auch wenn der Angreifer grösser und stärker ist. Wer Kampfkunst trainiert, tritt sicherer und selbstbewusster auf. Die Trainings eignen sich für Kinder, Frauen und Männer von jung bis alt. Man erlernt Meditations- und Atemtechniken, dadurch wird man sich auch in Stresssituationen ruhig verhalten können. Die Übenden entdecken ihren Körper bewusster zu bewegen und entwickeln ein besseres Körpergefühl. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit und Fitness aus.

Der aufmerksame Besucher konnte aber auch die Unterschiede zwischen den gezeigten Kampfkünsten entdecken.

Aikido vermeidet die Konfrontation, leitet die Angriffsenergie um, setzt Hebel ein und bringt so den Gegner aus seinem Gleichgewicht. Ein Gast bemerkte jedoch mit einem Augenzwinkern, ihm passe es nicht, dass am Schluss immer die Männer am Boden liegen.

Karate und Kung Fu beinhaltet neben Schlag- und Tritt-Techniken spektakuläre Kata (trad. Übungskampf ohne Gegner) mit und ohne Waffen. Besonders eindrücklich waren die gezeigten Selbstverteidigungstechniken gegen Waffen und Alltagsgegenstände oder der von Dominic demonstrierte Bruchtest.

Kempo ist ein Selbst-verteidigungssystem mit buddhistischem Hintergrund, welches über 600 Techniken beinhaltet, die sich in die drei Hauptkategorien Goho (Stoss- und Schlagtechniken), Juho (Hebel- und Befreiungstechniken) und Seiho (Meditation und Massage) unterteilen lassen. Den Zuschauern wird das Embu von Markus und Thomas in Erinnerung bleiben, eine Übungsform, bei der die Techniken sehr realitätsnah ausgeführt werden.

Unvergesslich bleiben die Kindertrainings vom Nachmittag. Hier konnten alle anwesenden Kinder und Jugendlichen mitmachen und erste Rollen aus dem Aikido sowie Kicks aus dem Kung Fu und Karate üben. Für alle Erwachsenen, die nur zuschauen durften, war es eine Riesenfreude den begeisterten «Flöhen» auf der Matte zuzusehen. Die Freude der Kinder teilten auch die drei Schulleiter Martin Meyer, Dominic Mauch und Markus Wiggli. Zukünftige Kampfkünstlerinnen und Kampfkünstler sind jederzeit herzlich im Training willkommen.